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Welche Heizrohrverlegungen gibt es?

Schnecken, Mäander, Spiralen – damit meinen wir nicht etwa Tiere, Flussbiegungen oder geometrische Formen, sondern vielmehr die verschiedenen Verlegemöglichkeiten des Heizrohres. Je nach Fußbodenheizungssystem und je nach Wärmebedarf kann das Heizrohr der Fußbodenheizung nämlich auf bestimmte Arten und Weisen verlegt werden – dazu gehören die Mäander- und Doppelmäander, sowie die Schnecken- bzw. spiralförmige Verlegung. Was dabei zu beachten ist und wie ihr eigentlich eure benötigten Heizkreise ausrechnet, erfahrt ihr in diesem Blogeintrag.

Mäander-Verlegung
Mäanderverlegung

Mäanderverlegung

Bei der mäanderförmigen Verlegung wird das Heizrohr wechselweise in parallelen Reihen verlegt. Deshalb ergibt sich über die verlegte Fläche eine unterschiedliche Wärmeleistung, die im Bereich des Vorlaufs, also in dem Bereich, in dem heiße Wasser von der Heizung aus in die Fußbodenheizung fließt, am größten ist. Diese Verlegetechnik kann dort eingesetzt werden, wo der Heizlastbedarf des Fußbodens gering ist und sich die unterschiedliche Wärmequerverteilung dieser Verlegeart den Wärmeverlusten des Raumes anpasst.

Die Mäander-Verlegung ist möglich beim:

Tackersystem
Noppenplattensystem
Trockenbausystem
Dünnschichtsystem
Bio-Holzfasersystem
Trockenbausystem TBS Neopor
Industrieflächenheizung

Doppelmäanderverlegung

Doppelmäanderverlegung

Doppelmäander

Bei der doppelmäanderförmigen Verlegung wird das Heizrohr ebenfalls wechselweise in parallelen Reihen verlegt. Jedoch wird der Verlegeabstand hier verdoppelt und der Rücklauf des Flächenheizungsrohrs wieder zwischen den verlegten Heizrohren zurückgeführt. Dadurch liegen Vor- und Rücklaufleitungen in der Fläche nebeneinander und garantieren eine gleichmäßige Beheizung der gesamten Fußbodenheizung.

Die Doppelmäander-Verlegung ist möglich beim:

Tackersystem
Noppenplattensystem
Trockenbausystem
Dünnschichtsystem
Bio-Holzfasersystem
Trockenbausystem TBS Neopor
Industrieflächenheizung

schneckenförmige Verlegung

schneckenförmige Verlegung

Schneckenverlegung (spiralförmige Verlegung)

Bei der schneckenförmigen Verlegung wird das Heizrohr vom Rand der Verlegefläche her gleichmäßig in spiralförmigen Kreisen zur Mitte des Raumes geführt. Dabei wird ein doppelter Verlegeabstand eingehalten. Nach Erreichen der Raummitte wird das Heizrohr in einer S-förmigen Wendeschleife in gleicher Form innerhalb der verlegten Heizrohre zurückgeführt. Dadurch liegen Vor- und Rücklaufleitung in der Fläche nebeneinander und garantieren eine gleichmäßige Beheizung der gesamten Fläche.

Die Schneckenverlegung ist möglich beim:

Tackersystem
Noppenplattensystem
Trockenbausystem TBE 25-14
Dünnschichtsystem
Industrieflächenheizung

Auslegung der Heizkreise

Die Größe und Ausstattung der einzelnen Heizkreise orientiert sich unter anderem:

  • am ausgewählten Oberbodenbelag
  • am Verlegeabstand
  • an der Heizrohrdimension
  • an der Heizkreislänge
  • an der Anzahl der Heizkreise
  • an der maximalen Systemtemperatur
  • an der gewünschten Raumtemperatur
  • an der maximalen Oberflächentemperatur.

Damit jeder Heizkreis die erforderliche Wärmeleistung abgeben kann und über den errechneten Massenstrom verfügt, müssen die Druckverluste der einzelnen Heizkreise hydraulisch abgeglichen werden. Dies erfolgt am Heizkreisverteiler durch Einstellen der Regulierventile. Ebenso steht nach der Auslegung der Heizflächen der benötigte Massenstrom fest. Dieser bildet die Grundlage für die Auswahl der Umwälzpumpen. Die Heizflächenauslegung kann mit Randzonen und Aufenthaltszonen ausgeführt werden, bei der heutigen Heizlastberechnung kann aber in der Regel darauf verzichtet werden.

  • Aufenthaltszone: Mit der Aufenthaltszone sind diejenigen Bereiche in Räumen bezeichnet, in denen sich Bewohner häufig aufhalten. Die Auslegung von Aufenthaltszonen mit Heizrohren erfolgt in der Regel in größeren Verlegeabständen als in der Randzone. Die maximal zulässigen Oberflächentemperaturen sind einzuhalten.
  • Randzone: Randzonen sind die Heizflächen im Raum, die mit Heizrohren in engerem Verlegeabstand ausgelegt werden. Dadurch wird höheren Wärmeverlusten (z.B. an tiefgezogenen Fensterflächen oder in Eingangsbereichen) entgegengewirkt. In diesem Bereich wird durch eine engere Verlegung eine höhere Fußbodenoberflächentemperatur erzielt. Randzonen dürfen maximal 1 m in den Raum hineinreichen und eine Oberflächentemperatur von 35°C nicht überschreiten.

fussbodenheizung_rand-aufenthaltszone

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